Seoul Soul

2008 machte  ich auf meinem Weg nach Australien 2 Zwischenstopps in Südkorea. Am absolut anderen Ende der Welt, in der Millionenstadt Seoul, hatte ich meine allerersten Begegnungen mit der ostasiatischen Kultur.

Südkoreas Fluglinie „Korean Air“ überzeugte mit sorgfältig gestylten Stewardessen. Die eleganten Asiatinnen hatten raffinierte Schleifen im Haar und Angst davor, wir Deutsche würden zu viel Bier während des Fluges trinken. Deshalb überhäuften sie uns mit rießen Mengen Gratiserdnüssen. Keine schlechte Sache angesichts des sonstigen Boardessens. „Bibimbap“ war der Standard, sogar zum Frühstück und der Reisgeruch wehte 16 Stunden lang durch die engen Gänge. „Miyeok Guk“, das während der drei Mahlzeiten an Bord die Vorspeise darstellte, faszinierte uns allerdings noch mehr: heißes Wasser und Algen! jammi!

Südkorea ist einer der kleinen Tigerstaaten: steigendes Wirtschaftswachstum und eine wachsende Bedeutung im internationalen Hochtechnologiesektor… Früher waren das nur Worte aus dem Erdkundelehrbuch. Doch schon am Flughafen Seoul wird klar, was gemeint ist: selbstreinigende, sich drehende Toiletten und kein Koreaner ohne Handy und Laptop (;

Wer hat behauptet, asiatische Männer würden nicht gut aussehen?

Auf diesem Foto war es noch da, aber beim Taschesortieren am Flughafenterminal verlor ich mein Handy. Noch mehr elektronischer Schnickschnack für Südkorea also (;

Von den 4400 Inseln rund um die Republik sind nur knapp 500 bewohnt.

Was Koreaner über Deutsche und den Alkoholkonsum denken, damit wurden wir ja bereits im Flugzeug konfrontiert. Als wir dann beim Essengehen auch noch diesen gigantische Bierkrug vom Restaurantbesitzer spendiert bekamen, war uns unser Image schon ganz schön unangenehm. Für umgerechnet 5 Euro konnten wir uns hier den Bauch mit jeder Menge Spezialitäten vollschlagen.

Beim Verlassen des Hotels ( 2 Stunden Fahrt vom Flughafen und wir waren immer noch in der Flughafenstadt!) entdeckten wir, in was für einem zwielichtigen Viertel wir gelandet waren…

…“Liebe auf Koreanisch?!“

 

Ob Baustelle, Müllhalde oder Seitenstraße, ein Loch mitten in der vielbefahrenen Stadt wirkte auf uns spießige Europäer reichlich unaufgeräumt.

Jede Menge Reklame, die wir leider nicht lesen konnten.

Wegen der fremden Schriftzeichen kann es schon einmal vorkommen, dass man ganz neue Sinneseindrücke sammelt und beim Kaugummikauf unwissentlich eine Sorte mit Ingwergeschmack erwischt.

Während uns die hohe Luftfeuchtigkeit sehr zu schaffen machte, fühlten sich die seltsamen Käfer sehr wohl! Das Verrückte: diese kleinen, unscheinbaren Zikaden machen unglaublich laute Geräusche wie ein Presslufthammer.

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